Presse
  Mirrors and Windows Südkurier 10.1.2000, Das Innerste nach aussen kehren
  Black and Ball Things Der Zürcher Oberländer 19.10.1995, Beziehungen und Gefühle mit viel Farbe
  Duftnote Tages-Anzeiger, 5.9.1992, Schnupperkurs der Sinne
  Luftschloss Zuger Presse, 19. 1. 1998l, Über den Ballons muss die Freiheit grenzenlos sein.
  La Follia Tages-Anzeiger 4. 3. 1995, Am Rand
  Black Coloured Südkurier, 29.3.1995, Faszinierender Tanz um Leben und Tod
  Outlaws Tages-Anzeiger 24.11.1990, Verspielt - verrätselt, verlockend
  Fortschritte Tanz der Dinge 09.1993
  Mauerwerk Badener Tagblatt 13.11.1993, Tanzproduktion aus einer ungewöhnlichen Perspektive
  fleischlos Neue Zürcher Zeitung 28.10.1994, Hüllen, teilgefüllt
  UNDINE  Aargauer Zeitung, 27.5.2002, Nasse Grenzerfahrung zwischen mir und mir
 
   

Mirrors and Windows
Südkurier 10.1.2000, Das Innerste nach aussen kehren
von Brigitte Geiselhart
Das Innerste nach aussen kehren. Faszinierende Tanzperformance "Mirrors and Windows" in der Kressbronner Lände Ratlosigkeit weit und breit. Die zunächst übergestülpte Papiertüte mit Sehschlitzen zeugt von einem begrenzten eigenen Horizont. Der Weg ins Ich kann beginnen. Zögern, Erstaunen, Unsicherheit, dann ein stummer, verzweifelter Schrei, der den Raum mehr und mehr ausfüllt und trotzdem eine fast unerträgliche Stille zurücklässt. "Mirrors and Windows" - "Spiegel und Fenster", nennt Esther Maria Häusler ihre Tanzperformance, die sie passend zur laufenden Ausstellung "Zeig mir (d)ein Gesicht" erarbeitet hat. Häusler fühlt sich wohl in dieser Kunstsparte dem Grenzbereich zwischen Tanz und Performance, das zeigt der Abend in der Kressbronner Lände. Die faszinierende Synthese zwischen Ausdruckskraft, Idee und Präsentation spricht für sich. Die Künstlerin lebt in Meiringen in der Schweiz und arbeitet als Dozentin an der Theater Hochschule in Zürich. "Schau in den Spiegel und nicht nach aussen". Immer wieder sind es die Gefühle, die den Bewegungsablauf vorgeben und führen. Glück, Verzweiflung, das gefangen-sein, das sich-wehren. Das Innerste wird nach aussen gekehrt. Im Kampf gegen sich selbst rollt sich Esther Maria Häusler auf dem Boden. Die Musik ist so vielfältig wie das Leben und reicht von Puccini bis zu Johann Strauss. Doch selbst bei Walzerklängen will keine richtige Festtags stimmung aufkommen. Daran ändert auch das schnell übergestülpte Abendkleid nichts. Im Gegenteil: Im Focus der Kamera tanzt eine winzige Ballerina vor dem Spiegel und wird gleichzeitig auf die grosse Leinwand projiziert. Das Leben als Film. Der Spagat zwischen Öffentlichkeit und Intimität bringt Spannung mit sich. Häusler mischt sich unters Publikum und verteilt Fotografien aus ihrer Kindheit. Der Blick geht zurück. Familiäre Bindungen spielen nach wie vor eine grosse Rolle. Sie lacht, obwohl ihr nicht zum Lachen zumute ist. Zu Barry Ryans "EIisé" schreitet sie beherzt rückwärts, bricht Bewegungen abrupt ab. Keiner kann aus seiner Haut. Der Versuch, sich gegen festgefahrene Traditionen und Verwurzelungen zu wehren, misslingt. Vom Glücksgefühl zum ohnmächtig machenden Schmerz ist es nicht weit. Taumeln, aufbäumen und innerliches durchdrehen, wieder läuft eine Spieluhr. Das Publikum muss die Fotos - zurückgeben. Das Ende ist so offen, wie das Leben, das vor jedem einzelnen liegt. Der Prozess der Selbstfindung geht weiter. Ein Prozess, der an diesem Abend die Zuschauer berührt hat.


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Black and Ball Things
Der Zürcher Oberländer 19.10.95
von John Geisser und Johannes von Arx
Beziehungen und Gefühle mit viel Farbe.
Tanzhaus Zürich mit verschiedenen Produktionen auf der Studiobühne des Opernhauses Zürich.
Von einem Haus für den Tanz wird in Zürich schon lange gesprochen. Jetzt wird es gleich zweimal realisiert. Am vergangenen Wochenende waren auf der Studiobühne des Opernhauses interessante Produktionen zu sehen. Der mit zwei Stunden Aufführungsdauer überladene Abend fand seinen Abschluss mit Esther Maria Häuslers "Black and Ball Things". Über Zürich hinaus ist sie bekannt als eigenwillige Performerin, die sich wenig um Konventionen schert. Dies sowie Häuslers Fähigkeit, mit dem Publikum in Kontakt zu stehen, machen alle ihre Produktionen spannend und erfrischend. Ob sie sich mit einer bedrückenden Last auf dem Kopf, bunten Bällen oder grossen Gummiringen beschäftigt, immer zeigt sie sich als Tänzerin mit einer sehr persönlichen Ausdruckssprache. So schwer ihre Arbeit einzustufen ist, am nächsten kommt wohl der Begriff Aktionskunst. In dieser Nische dürfte Esther Maria Häusler zur schweizerischen Elite gehören.


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Duftnote
Tages-Anzeiger, 5.9.1992
von Eva Bucher
"Schnupperkurs der Sinne" Nicht nur beim Theater Spektakel sind gelungene Bewegungen zu entdecken. "Duftnote", die erste Gruppenchoreographie aus dem Zürcher Seefeld-Tanzprojekt im Theatersaal Rigiblick, bleibt haften. Tanz sei eine der sinnlichsten Kunstformen, wird heute gern festgehalten: das Wort "sinnlich" ist schliesslich im Trend. Was nun, wenn der Tanz selber, jenseits aller Begriffe und Trends, die Sinne thematisiert - und dabei jenen ins Zentrum stellt, dessen Kraft man gemeinhin unterschätzt, nämlich den Geruchsinn? "Duftnote", "ein bewegtes Stück für Bühne und Gruppe" von Esther Maria Häusler aus der Ateliergemeinschaft des Seefeld-Tanzprojekts, am Donnerstag und Freitag im Theatersaal Rigiblick zu sehen, ist hinreissend verspielt, selten frisch. Zehn Frauen, zehn unterschiedliche Charaktere und sieben Sinne auf Zickzack-Kurs. Leicht nach vorne geknickt sind die Oberkörper der fein herausgeputzten Frauen, die Nasen im Wind, die Gesichter angestrengt verzogen: von einer Ecke in die andere rennen die Frauen bleiben plötzlich stehen, die Blicke sind mal hier-, mal dorthin gelenkt. Lauschen die Frauen? Spähen sie? Riechen sie? Oder folgen sie einem inneren Bild? Hören wird Sehen, wird Riechen, wird Schmecken, wird Tasten, wird Fühlen, und was nun bei den zehn Frauen auf der Bühne gerade entscheidend ist, weiss das Publikum nie genau. Das Stück folgt einer Dramaturgie, die so irrational, aber subtil angelegt ist, als folge es einer Duftspur. Anregend bis in die hinterste Reihe im Zuschauerraum. Kindheitsrituale eigentlich, ein bisschen wie im Tanztheater Pina Bauschs. Und doch ganz deutlich eine persönliche scharfsinnige Studie Esther Maria Häuslers über den vielschichtigen Sinn von Wahrnehmung, Berührend. Esther Maria Häusler hat ihre erste Choreographie für eine Gruppe geschaffen; sie hat es nicht nur geschafft, zehn Nichttänzerinnen zu klarem (Bewegungs-)Ausdruck zu führen, sondern auch die "Strukturlosigkeit" der Thematik zu strukturieren, so daß sich die Verspieltheit, Neugierde, Experimentierfreude dieser sichtbar gemachten Sinne als Schnupperkurs aufs Publikum überträgt. Analog zum Geruchsinn, bei welchem eben nicht einfach der Duft, sondern die Duftnote entscheidend ist, versteht Häusler es, das Bewegungsgeschehen der Gruppe in dasjenige von einzelnen Tänzerinnen überzuleiten, eine Geste, eine Empfindung in deren Details. Stimmungen liegen in der Luft, nicht eindeutig fassbar, aber spürbar in Facetten. Wie die Frauen vereinzelt dastehen, die Hände zum Handkuss hinstrecken: wie sie verloren, dann wieder ganz in sich selber geborgen sind, wie Kinder frische Brötchen bestaunen, zerpflücken, hin- und herwerfen, die Brötchen verschlingen, auch das ist witzig - und sehr traurig zugleich. Düfte einatmen und fast nicht mehr loslassen können: Eine der Frauen hält sich am Pantoffel ihres Liebsten fest. So gut riechen kann sie ihn, daß sich der Blickwinkel auf diesen Pantoffel verengt, sie das Sehen vergisst ... Die unsichtbare Kraft der Gerüche vor Augen geführt: "Duftnote" stellt die Welt, die sich als visuell ausgerichtete versteht, ein wenig auf den Kopf.


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Luftschloss
Zuger Presse, 19. 1. 1998
von Adrian Hurlimann
Über den Ballons muss die Freiheit grenzenlos sein. Performance in der Psychiatrischen Klinik Oberwil.
Zwischen Verführung und puppenhafter Abwesenheit bewegte sich die Tanzperformerin Esther Maria Häusler, die im temporär eingerichteten Kleintheater in der Psychiatrischen Klinik Oberwil auftrat. Dunkel. Zwei Taschenlampenaugen hüpfen an Ort, ein unsichtbares Gesicht verschwimmt und setzt sich wieder zusammen. Dann werden wir beäugt. Dicht gedrängt sitzt das in ansehnlicher Zahl erschienene Publikum auf der Tribüne des eigens für die Begleitveranstaltung der Kunstaktion "innenwende" eingerichteten Theatersaals. Wird es nie hell? Doch. Im Schein der Kerzen, die jemand reihenweise anzündet und auf den Boden stellt, werden sie sichtbar: Eine junge Frau im engen, kurzgerockten Silber-Mini-Kleid und in schwarzen Netzstrümpfen macht sich an einer mannshohen Ballontraube zu schaffen. Zur Linken steht Flavio Puntin, einer Bassflöte knallende Tongeräusche entlockend. Im Hintergrund, mit dem Rücken zum Publikum, sitzt Dina Seagnetti (Bühnenbild, Kostüme) auf einem Stuhl und bläst dann und wann einen Ballon mit der Fusspumpe auf. Scheinwerfer an. Die Musik wird hektisch, hangelt sich von Ausbruch zu Ausbruch, arbeitet mit Flatterzunge und tonlosem Luftgeräusch. Esther Maria Häusler, so heisst die Tänzerin, hat die Psychiatrische Klinik auch von innen kennengelernt, hat an der Klinik Burghölzli in der Therapie mitgewirkt. Das wird jetzt deutlich, wenn sie sich an Ort aufbäumt wie ein gezäumtes Pferd, an die Wand plättet im Handstand, wenn sie auf die Bodenfläche hinauspurzelt, sich überrollt und plötzlich für Momente wie tot liegen bleibt. Besessen? Poesie des Puppendaseins? Ja, sie ähnelt zeitweise den besessenen Nonnen in Kawalerowicz' berühmtem Film "Mutter Johanna von den Engeln" mit ihrem wilden, lachenden, herausfordernden Blick. Auch diese Bewohnerin von "Luftschlössern" ("Luftschloss" nennt sie diese Performance) gibt sich immer wieder verführerisch, lässt den ohnehin kurzen Rock über die Hüften schnellen wie Marilyn Monroe über dem Luftschacht, stellt ihre Beine zur Schau und bleibt dabei doch immer ein naives, lausbubenhaftes Mädchen. Doch wie echt ist diese Unbekümmertheit? Nachdem der Flötist sich verzogen hat - aber weiterhin über die Tonspur präsent ist, mit einer repetitiven Karussellmusik aus sechs Flötenstimmen - erscheint Häusler wie verwandelt inmitten eines Ballonhaufens. Sie suhlt sich darin, in diesem riesigen Fischlaich, Seelöwin und Seejungfrau, lustvoll, daß der Gummi quietscht und knarrt. Dann stellt sie sich in Positur, und mechanisch hüpfend dreht sie sich im Kreise, den bunten, luftigen Schmuck hinter sich herschleppend, ihr Lächeln gefriert zu der Grimasse einer hölzernen Karussellfigur. Abgehackte Bewegungen weisen sie als mechanische Puppe aus, die der Werkstatt von Meister Coppelius aus E.T.A. Hofmanns "Sandmann" entsprungen sein könnte, eine Schwester Coppelias mit spitzen, roten Wangen. Knallballons Mit festem Tritt stampft sie, stets perfekt im Einklang mit dem Rhythmus des endlos abschnurrenden Drehleiermotivs, auf dem Boden auf, der ganze Körper erzittert dabei, und achtlos zertritt sie dann und wann einen Ballon - das knallende Geräusch mischt sich aggressiv ins Tongeschehen. Ganz klar: Dieses Wesen hört nichts, nimmt nichts mehr wahr, ist zum nur scheinbar mit Leben erfüllten Automaten geworden. Eine seltsam melancholische Poesie macht sich breit, Andersens Teekanne ist nicht mehr weit; verlöre diese Puppe einen Arm, dann würde sie armlos weiterhüpfen und sich keineswegs aus dem Takt bringen lassen. Fürwahr ein nachdenklich stimmender Beitrag zur Zwiespältigkeit des Funktionierens, dessen Bedeutung vor allem am Schauplatz einer Klinik eine (beabsichtigte?) Zuspitzung erfährt.


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La Follia
Tagesanzeiger, 4. 3. 1995
von Eva Bucher
Am Rand Tanzoper "La Follia" Eine grenzgängerische Sache: Mit der Tanzoper "La FoIlia" untergraben die Zürcher Choreographin Esther Maria Häusler, ihre Swiss Performance Company und der Komponist Walther Giger in der Roten Fabrik Erwartungen. Die Frau sitzt vor der Bühne auf der Treppe, der Körper sinkt schwer auf die Stufen, doch der BIick wird hell und lebendig, als sie ein Buch zur Rand nimmt ohne daraus zu lesen, sie bleibt stumm. Immer wieder ist es still in dieser "Follia". Und diese Stille hat genügend Kraft, um die Räume zwischen den hämmernden Synthesizer-Rhythmen, den lyrischen Violinenklängen zu weiten. - Ohne sie zu definieren: Das Spektakuläre passiert gleichsam im Nichts. Dort baut sich die Irritation auf, die diese rund 7O minütige "Verrücktheit" so speziell macht. Nicht die Tänzerinnen sind das Hauptereignis, auch nicht die Singstimme (Carlos Mena), die sich wie ein gebündelter Lichtstrahl zwischen die Instrumente schiebt. Das geheime Zentrum der Aufführung ist eben diese Frau: Unauffällig bewegt sich die Schauspielerin Dagmar Gabriel irgendwo am Rande der Szenerie. Und ist gerade dadurch deren Pulsschlag. Der Raum wird durch das Licht (Bert de Raeymaecker) zur verwinkelten Höhle modelliert. Die Tänzerinnen Eve Bhend, Kjersti Müller-Sandsto, Apyphany Proudfoot und Fausta Quattrini sind in ihre verqueren Fingerspiele, Gesten und Schritte verstrickt. Manchmal lassen sie sich von der Musik mitreissen und scheinen zu schweben. Marionetten, deren Fäden vertauscht wurden, verrätselte Wesen, wie unter Rauchglas. Verlorene Seelen, gefallene Engel. Zum Schluss berühren sie sich sanft mit den Fingerkuppen. Die Tänzerinnen könnten Irrlichter der Frau, der Schauspielerin sein, Leben, das durch diese hindurchgeistert. Diese Perspektive ist allerdings auch in die andere Richtung lesbar: Vielleicht spiegelt sich die Frau in den gefallenen Engeln. Das ist das Faszinierende von "La Follia": Die Ver-rücktheit zeigt sich buchstäblich als Gratwanderung; die Bedeutungen verspiegeln sich wie die "Normalität" und der "Wahnsinn". Auch formal ist die Gratwanderung konsequent, mit allen Risiken: Die offene Dramaturgie Esther Maria Häuslers und die einfachen Tanztheaterelemente bewegen sich zwischen Hochspannung und Banalität. Auch die Musik Walther Gigers droht immer wieder zwischen wildem Mix und filigranem Klanggeflecht ins Beliebige abzustürzen. Doch die Spannung bleibt, die gängigen Vorstellungen einer "Tanzoper" werden ver-rückt.


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Black Coloured
Südkurier, 29.3.1995
von Alexandra Karabelas
"Faszinierender Tanz um Leben und Tod" Der Tod und der Tanz - eine eigenartige Verbindung von diametralem Charakter, die jeden Tänzer herausfordert. Denn nimmt sich der Tanz, die Kunst der Bewegung des menschlichen Körpers in Raum und Zeit, des Themas Tod an, der jede Bewegungsmöglichkeit für immer beendet, entlarvt er ihn aIs ständigen Begleiter eines jeden Lebens. Montag abend beunruhigte und faszinierte die Zürcher Tänzerin Esther Maria Häusler mit ihrer Performance "Black Coloured" in der Kressbronner Galerie in der Lände ihr Publikum. Stumm verharrend, mit dem Rücken vor einem Lichtstrahler, einen schwarzen, breiten Balken über dem Kopf umklammernd, begrüsste Häusler ihre im dunklen Tanzraum stehenden Zuschauer. Mit dem Beginn der sterilen Synthesizer-Musik schwankt sie zunächst kaum merklich von einem Fuss auf den anderen, bis sie sich immer mehr von der Musik beherrschen lässt. Der Balken hindert sie, den Rhythmus in den ganzen Körper fliessen zu lassen, so daß nur ihre Füsse ein eigenartiges expressives Spiel beginnen können, die von Anmut, Hektik und Flucht erzählen. Häusler stösst ihre Füsse in kurzen Pick-Ups nach vorne, setzt sie seitlich an, und trampelt fast wieder auf der Stelle, bis sie die Kraft hat, den Balken hochzuheben und ihn in wilden Drehungen, immer schneller werdend mit dem ganzen Körper zum Spielball der Musik zu machen. Abrupt führt sie ihr Objekt zum Boden und kniet zu ihm wie eine Gefallene. Wenn Esther Maria Häusler dann ihre Arme hebt und irre-verzückt den Blick lächelnd nach oben richtet, preist sie nicht nur die Bewegung des menschlichen Körpers an sich, sondern sie lässt den Zuschauer ungeniert in ihre tanzende Seele schauen. Doch der ästhetische Voyeurismus reicht ihr nicht. lndem sie den Zuschauer urplötzlich lasziv und herausfordernd fixiert, macht sie ihn zu ihrem Tanzpartner, der die Geschichte ihres tanzenden Körpers zu deuten beginnt. Im zweiten Teil spielt Häusler mit einer Unzahl kleiner Spielbälle, die sie mühsam an sich rafft, zu halten versucht. Wie ein Kind wirft sie sie begeistert nach oben, sammelt sie wieder ein, legt sie auf den Boden. Mit Kreide umzeichnet sie ihren Standort und konstituiert ihren Platz als Tatort - einer verlorenen Kindheit vielleicht. Wieder ist der Betrachter gefragt, mit den eigenen Assoziationen zu spielen. Das Publikum, das ihr ständig durch den Raum nachfolgt, ist irritiert. Fühlten sich die Kressbronner zunächst brüskiert, können sie sich spätestens dann nicht der von Häusler ausgehenden Faszination erwehren, als sie mit schweren grossen Gummiringen draussen im Schnee zu dem Rave Stück "Ecstasy" zu tanzen beginnt. Hoch wirft sie die Ringe, fängt sie auf und schwingt sie um ihren Körper, läst sich von ihnen fesseln. Der Tanzbegriff, so lehrt sie stumm, ist auszudehnen auf jede Bewegung im Alltag. Ein vorbeiratternder Zug beendet ihre Performance. Das KIacken auf den Schienen begleitet sie bei ihrem Gang hinaus in die Nacht, weit weg vom Publikum, das mit minutenlangen Applaus dankte.


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Outlaws
Tages-Anzeiger, 24.11.90
von Eva Bucher
english version of this text

Verspielt - verrätselt, verlockend "Outlaws" im Seefeld-Tanzprojekt "Ungesetzmässige Prinzessinnen werden zu Verbrecherinnen, indem sie ihr Publikum in die Welt des Kindes und in die Unterwelt des Erwachsenen entführen...", schreiben Stacy Wirth, Esther Maria Häusler und Thomas Lempert, für suggestive Tanzperformances bekannt, ins Programmheft.
Auf der Tanzfläche des Seefeld-Tanzprojekts stehen drei weisse Mappen - vor diesen drei Paar Schuhe, von Fellfetzen bedeckt. Drei grüne Spots und eine freischwebende Glasplatte für eine muschelähnliche Form - sorgfältig plaziert alles, wie eine künstlerische Installation. Die kleine Publikumsschar, die im Studio Platz hat, ist gespannt. Die Atmosphäre stimmt. Das Stück heisst "Outlaws". Phantastische Sonderlinge Tänzerische Prozesse zeigt die Ateliergemeinschaft der Tanzperformer und -performerinnen im Seefeld-Tanzprojekt - zurzeit auch eine neue, "abgeschlossene" Produktion. Aus dem Dunkel schälen sich drei weisse Gestalten; "Outlaws", "Geächtete", oder vielmehr vogelfreie Sonderlinge, skurril, eigenwillig, phantastisch. In ihren engen Kleidern mit zart geschwungenen Schleppen sehen sie aus wie hingegossen; wie exotische Blumen. Flatternde Hände werden sichtbar, rollende Augen, stets wechselnde, überzeichnete Mimik in den Gesichtern; trippelnd drehen sich die drei um ihre Achse oder von links nach rechts - aus den Blumen werden Puppen oder Prinzessinnen von einem fremden Stern. Die Musik Walther Gigers klingt so altertümlich, daß sie sich bestens für steife höfische Tänze eignet - doch rutscht sie in elektronisches Blubbern ab. Die flatternden Hände formen die Gesichter zu Grimassen; die Prinzessinnen sinken zu Boden wie verwelkte Blumen. Und erscheinen dann auf allen Vieren kriechend, mit Fellfetzen am Rücken, wie Tiere zwischen Aggression und Flucht. Als wären sie hilflose Käfer, bleiben sie zappelnd auf dem Rücken liegen - um schliesslich vor einem Mikado-Spiel zu sitzen. Zwei stecken sich die langen Stäbe kunstvoll in die Kleider; der dritte "Outlaw" tastet sich im Hintergrund ganz langsam einer langen Balancierstange entlang, schwingt diese bedrohlich - doch totzukriegen ist dieser flirrende Mikro-Organismus der Phantasie nicht. Minuziöse Bewegungskomposition. Die Szenen folgen sich flink. Und sie nehmen gefangen; die Entführung der "ungesetzmässigen Prinzessinnen" funktioniert. Denn: Thomas Lempert, Stacy Wirth und Esther Maria Häusler verstehen es, mit ihrer Präsenz und einer minuziösen, rhythmischen Komposition einfacher Bewegungen verschiedene Wahrnehmungsebenen anzuritzen. Mal zeichnen sie konkrete Figuren - mal lassen sie die Szenerie zum Bild gerinnen. Plastische Realitäten und deren poetische Abstraktion. Die Tanzperformance verdichtet Grundstimmung bildhaft und zeigt gleichzeitig spontane Lust am Spiel Schuhe tragen zuletzt über den Boden der sich stets zu wölben scheint; die drei balancieren, daß ihre drei weissen Mappen dabei in der Luft zum Lichtspiel werden ... und wenn "Outlaws" mit leisen, ruckartigen Bewegungen schliesslich auszittert, findet sich das Publikum tatsächlich anderswo als bei Stückbeginn.


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Outlaws
by Eva Bucher
TAGES-ANZEIGER, Saturday, November 24. 1990.
Playful - enigmatic - enticing "OUTLAWS at Seefeld-Tanzprojekt , Unlawful princesses become criminals as they abduct their audience into the chjld's wond and the underworld of the adult ..." write Stacy Wirth, Esther Maria Haeusler and Thomas Lempert, known for, suggestive' dance performance.
On the dance floor of Seefeld-Tanzprojekt we see three white briefcases, before which are postioned three pairs of shoes draped with patches of furry pelts. Three green spotlights. and a free-floating glass tray bearing a mussellike form - everything carefully placed, as for an art installation. The small crowd that can be accomodated in the studio waits with anticipation. The atmosphere is just right. The piece is called "OUTLAWS". Phantastic Weirdlings The collective of dancers at Seefeld-Tanzprojekt regularly present works-in-progress to a public audience. and at the moment a new, completed piece is being presented. Out of darkness emerge three white forms: "outlaws", the 'malrespected' or even better. three most peculiar weirdlings - ludicous, wilful, phantastic. They seem to be sculpted, in their clinging gowns with draped trains; like exotic flowers. Fluttering hands become visible. rolling eyes, continuously changing exagerrated expressions; tripping, they revolve about their own axes - the flowers become dolls or princesses from a faraway star. Walther Giger's musik chimes an antiquated sound perfect for the stiffness of the court dances - and then slides into electronic dither as fluttering hands compress faces into grimaces; the princesses sink to the ground like wilting flowers. And then they appear on all fours. crawling. with patches of fur on their backs only to appear before a game of Mikado. Two of the figures begin to artfully adorn themeselves with the long thin sticks; the third ,outlaw' moves slowly in the background along a long bar, swinging it menacingly, but this shimmering microorganism of fantasy is not to be killed off. Minute Movement composition One scene briskly follows the other. The abduction by the ,unlawful princesses' succeeds. Thomas Lempert, Stacy Wirth and Esther Maria Haeusler know how to play perceptual with the minute and rhythmic composition of simple movement. At once they show concrete figures, and then they allow scenic elements to congeal into an unexpected image. Plastic realities and poetic abstraction. The dance performance picturesquely enriches an underlying mood, and delivers a spontaneous joy in play. At last, shoes are put on and made to dance over a floor that constant seems to rise an fall, the three performers keep their balance while swinging their briefcases in the air engendering a light-play ... and when ,Outlaws' slowly draws to an end with quiet tremblings of the back, the audience really finds itself in another place than it was at the start.
(Translation by Stacy Wirth)


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Fortschritte
Tanz der Dinge, 09.1993
von Wolfgang J. Brunner
Die Soloperformance von Esther Maria Häusler zählt zu einer der eindruckvollsten, die ich in letzter Zeit erleben konnte. Kein langer Programmtext und kleinster Bühnenaufwand, dazu eine auf den Stoff präzis zugeschnittene Dramaturgie lassen dem Tanz den wichtigsten Platz. Immer werden die Absichten durch den Tanz visualisiert. Es entsteht ein Tanz auf zwei Ebenen: archaischer Tanz sowie ein theatralisch affektierter Tanz. Das macht denn auch die Aufführung so spannend. Die körperliche, jedoch nicht muskuläre Kraftentfaltung, die Intensität bis zum Letztmöglichen, das ist nicht gleich Butoh-Tanz, jedoch gleichwertig. Die Beherrschung dieser Formenkunst habe ich in den letzten Jahren fast nie mehr erlebt, doch ist auch klar: Esther Maria Häusler ist im Ausdruckstanz bestens zu Hause. Mit Spannung darf man auch auf die Gruppenarbeit in der Claque! warten.


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Mauerwerk
Badener Tagblatt, 13.11.1993
von Sylvia Garcia
Tanzproduktion aus einer ungewöhnlichen Perspektive Premiere in der Claque:"Mauerwerk", ein Stück für Tanz, Musik, Sprache und Gips. Das Ungewöhnlichste bei dieser Tanzproduktion ist nicht der Tanz, es ist der Raum. Das Gewölbe des Claque-Kellers, 17 Meter lang, 3 Meter breit. Das Publikum sitzt auf dieser Länge von 17 Metern. Man hat die Tänzerinnen einmal zum Greifen nah, oder nimmt kaum wahr, was sich am anderen Ende abspielt. "Mauerwerk" ist auf diese ungewöhnlichen Raummasse hin konzipiert und schliesst die Benutzung der vier Türen und zwei Treppenaufgänge mit ein. Auf einer herkömmlichen Guckkastenbühne hätte es niemals diese Wirkung, "Der Fluss fliesst vor der Tür, wie das Stück vorbeifliesst ", schreibt die Choreographin Esther Maria Häusler in ihrem Einführungstext und sie erhofft sich, daß das Publikum durch die Begrenzung weitsichtig wird. Auf dieser Strasse stehen fünf massige Frauentorsos aus Gips (Rüdi Mösch), die sich mit ihrer rauhen Struktur dem Gemäuer angleichen. Eigentlich stehen sie bloss da, stehen im Weg und werfen ihre Schatten an die Wand, auf den Boden. Dennoch, wären sie nicht da, es wäre sehr öd und leer. Die tanzenden Frauen weichen ihnen aus. Nur eine von ihnen steht zu Beginn lange Zeit regungslos bei ihnen, als wäre sie selbst zur Skulptur erstarrt. Erst als sie behauptet: "Ich bin Mona Lisa und ich wandere durch die Nacht ", da weiss man, auch sie wird aufbrechen. Der Tanz dieser Frauen erscheint wie ein Tanz durchs Leben. Durch die Kindheit, wenn sie Fangen und Verstecken spielen, durch ihre Beziehungen, wenn sie sich zu zweien, zu dreien zu Gruppen formieren. Eine tanzt ihre Einsamkeit, ihre Suche nach Geborgenheit. "Una famiglia - una famiglia..." spricht sie tonlos vor sich hin, immer wieder. Zwei schreiten mit maskenhaft aufgesetztem Grinsen die Länge der Stuhlreihen ab, heften den Blick ins Publikum und finden doch keinen Halt. Die Monotonie des Sprechreimes. "Wir leben in den Steinen.... " bildet den Rhythmus für den Gleichschritt, in dem sich die zusammengeschweisste Gruppe längsseits vorwärts schiebt. Die Geräusch- und Musikcollage besteht aus kaum wahrnehmbaren Klängen eines - Glockenspiels, sinfonischer Orchestermusik, Violin- und Akkordeonklängen, hartem Elektrosound und peitschenden Perkussionsrhythmen. Bald lassen sich die Tänzerinnen davon forttragen, Musik und Rhythmus durch ihre Körper fliessen. Mitunter scheinen sie gar nicht wahrzunehmen. Die gesprochen Texte von Bessie Brühl bilden gelegentlich den Tanzrhythmus, zuweilen reimen sie abstrus um des Reimens willen. Die Sprechkultur der sechs Akteurinnen ist erstaunlich gut. So behutsam und leise der Abend beginnt, so herb und kämpferisch ist sein Ende. Die Körperhaltung ist, männlich, erinnert mit den verschränkten Armen und dem Marschschritt an einen Kosakentanz Immer heftiger, immer energischer schreiten die Frauen ihren Weg. Erst einzeln, kaum sind sie abgegangen, erscheinen sie wieder durch die Tür am oberen Ende des Raumes. Schliesslich formieren sie sich zur Gruppe. Der synchrone Schritt verfehlt seine bedrohliche Wirkung nicht. Wenn sie sich schliesslich heftig atmend an die Mauer lehnen, scheinen sie im allmählich verlöschenden Licht von ihr aufgesogen zu werden. Lichtregie Frank Dardel. In Häuslers Choreographie wechseln klar durchgestaltete Teile mit Episoden, die improvisiert wirken. Ein spannungsvolles Gegeneinander. Choreographisch bleibt sie auf dem Boden. Einerseits, weil moderne Tanzformen im Gegensatz zum klassischen Ballett diese Erdverbundenheit suchen. Überdies ist sie intelligent genug, das Können und die Möglichkeiten ihrer Tänzerinnen: Ruth Grünenfelder, Sonja Matheson, Rebekka Schäfer, Franziska Schaub, Viviana Volgger, Jeannette Widmer, realistisch einzuschätzen.


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fleischlos
Neue Zürcher Zeitung, 28.10.1994
von Lilo Weber
"Hüllen, teilgefüllt" Ein Minifestival zu Tanz und Kostüm Während im letzten Jahr Choreographien gezeigt wurden zu Musik, die eigens für sie komponiert war, wird dieses Jahr die Auseinandersetzung mit dem Kostüm gesucht. Und dazu haben sich die Zürcher Tanzschaffenden und ihre Kostümbildner, deren Ministücke am Donnerstag zu sehen waren, zwar etwas einfallen lassen, doch nicht immer sind die Ideen zwingend umgesetzt. Denn Kleider mögen zwar Leute machen, nicht unbedingt aber Künstler. Nur in wenigen Fällen ist aus dem Kostüm und der Bewegung etwas Drittes entstanden, ist Kommunikation von Tänzerin und Kleid sichtbar geworden, die ja nicht zwingend als Entsprechung, gar Harmonie lesbar sein soll, aber als Spannungsverhältnis zwischen den Medien. Dass Tanz eigentlich auch etwas mit Erotik zu tun hat, deutet (...) in ihrem "hautnahsichtbar" an, dem Kostüm, das sichtbar macht den Frauenkörper, der sich aber im durchsichtigen Stoff von (...) so sachte, so zaghaft bewegt, als würde er die folgende Choreographie tanzen: "fleischlos" von Esther Maria Häusler. Die Mitbegründerin des Seefeld-Tanzprojekts hat das Thema wörtlich genommen, hat sich von der Künstlerin Dina Scagnetti in einen Riesenkürbis, gefüllt mit Pommes chips aus Styropor, stecken lassen, aus dem heraus sie ihre Performance entwickelt, witzig und wunderschön selbstironisch.


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U N D I N E

Aargauer Zeitung, 27.5.02
Nasse Grenzerfahrung zwischen mir und mir
Die Multlmediaperformance "Undine" lockte das Publikum in eine ungewohnte Umgebung
So etwas hat das Alte Pumpwerk Brühlmatten noch nie erlebt - dabei hat es schon etliche Jahre auf dem Buckel. Seit seiner Stilllegung 1989 ist Ruhe eingekehrt hinter dem Distelberg: Kein Wasserrauschen, Gurgeln oder Tropfen mehr ist zu vernehmen und kaum ein Mensch hat seither seinen Fuss über die Schwelle gesetzt. Doch am vergangenen Wochenende wurde das Pumpwerk, das IBA Trinkwasser AG gehört, zu neuem Leben erweckt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden den Weg durch den Wald und stiegen die steile Treppe hinunter in das Halbdunkel der kühlen "Gruft" . Sie alle folgten dem Lockruf des unfassbaren Wasserwesens "Undine" und waren gespannt auf die angekündigte Mulimediaperformance.
Die Harfe wird auch als himmlisches Instrument bezeichnet Dabei kann sie auch anders: Eliane Zweifel liess die Saiten zu Beginn quälende, schaurige Klänge von sich geben und zog damit das Publikum hinunter in eine Wasserwelt, die nicht aus sanftem Plätschern und lichtem Tropfen, sondern aus undurchdringlichen Tiefen besteht. Doch nicht nur: Alsbald wurden die Zuhörenden von einer Klangwelle emporgehoben und vergessen war der schwarze Abgrund. Grenzerfahrungen machten an diesen Abenden nicht allein die sechs inszenierenden Künstlerinnen und Künstler, sondern auch das Publikum. Es war Teil der Inszenierung selbst.
In einer Umgebung, die näher dem Wässer kaum sein könnte, drückte Esther Maria Häusler tanzend die Sehnsüchte, Kämpfe und Krämpfe aus, die Undine heimsuchten und schliesslich verzehrten. Dunja Vent verlieh dem stummen Wesen eine Stimme, die kräftig und tragend den hohen Schacht füllte. An die Wand projizierte Textfetzen und statische oder bewegte Bilder ergänzten Musik und Tanz und weckten Assoziationen. Dabei waren Handlung und Inhalt so reduzlert, dass Loslassen, Eintauchen und eigenes Fühlen zur Notwendigkeit wurde, um nicht zu resignieren.
Vieles gab es in dem einstündigen Tauchgang zu sehen, zu hören, zu entdecken. Neue Klangwelten taten sich auf. Sie wurden von Rafael Baier geschaffen. Zusammen mit dem Lichtkonzept von Lilian Frei und Thomas Lempert entstand ein audiovisuelles Ganzes, das vom Publikum einiges abverlangte. Und somit war das Experiment gelungen, das Wesen der Undine getroffen. Die nasse Grenze zwischen mir und mir gleichzeitig gezogen und durchbrochen: Durch den Tanz an der Kante zum Abgrund, durch strahlendes Licht und abgrundtiefes Dunkel, durch lichte Klangspiele und beängstigende Misstöne und nicht zuletzt durch lebensnahe Ironie und tödliche Ernsthaftigkeit. Auf jeden Fall war derAnlass im Pumpwerk eine Grenzerfahrung nicht nur für die Künstlergruppe, auch für das Publikum.


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